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Snooker Cue Pflege und Tipps

Veröffentlicht am 27. August 2011 von MS Snooker. Es gibt 0 Kommentare.

Weiche Pomeranzen

Sicherlich ist es euch auch schon passiert, dass eine gut geklebte Pomeranze plötzlich an den Seiten weich wird, Feuchtigkeit zieht und nicht mehr funktioniert! Woher kommt das? Und was kann man dagegen unternehmen?

Beim Pomeranzenwechsel ist es meist so, dass man den Rand abschneidet um die Pomeranze an den Ferulensurchmesser anzupassen. Dabei wird der gehärtete Rand entfernt. Dieses führt dazu, dass Feuchtigkeit eindringen kann. Um das zu vermeiden müsst ihr den Rand nachhärten. Das macht ihr am einfachsten, indem ihr mit dem Kleber (ich benutze Sekundenkleber-Gel von Pattex) vorsichtig eine dünne Schicht auf den Rand auftragt, ca. Eine Minute einziehen lasst und dann vorsichtig mit einem Papiertuch abwicht. Der Rand ist wieder gehärtet und Feuchtigkeit kann nicht mehr einziehen.

Kleines Video zum Pomeranzenwechsel

Im Video verwendete Tools:

4. Kleine Pomeranzen- (Tip) Kunde - Snooker

Ich werde immer wieder gefragt „welche Pomeranze ist denn am besten?“ Eine Frage die nicht so einfach zu beantworten ist. Grundsätzlich ist Dein Cue und Deine Vorliebe entscheidend.

Ich teile einfach mal die Cues in 3 Klassen ein:

  1. Hartes Oberteil
  2. Mittelhartes Oberteil
  3. Weiches Oberteil

Zu einem harten Oberteil passt im Allgemeinen eine weiche bis mittlere (medium) Pomeranze sehr gut. Bei einem mittelharten Oberteil funktioniert eigentlich alles - das Gefühl des Spielers ist hier entscheidend. Auf ein weiches Oberteil ist eine weich Pomeranze nicht zu empfehlen. Die Stoßqualität ist dann nicht mehr gegeben.

Hier einige Beispiele für Pomeranzen:

Einfache Pomeranzen (Preis zwischen 1,00 € und 2,00 €)

Schichtleder:

  • Talismann: gibt es in weich, medium und hart - sind aber eher hart bis steinhart
  • Kamui-Black: gibt es in m=medium und mh=medium bis hart - sind aber auch eher im Bereich hart anzusiedeln

Persönlich benutze ich die MS L4 Pomeranze - ebenfalls ein Schichtleder mit etwas weicheren, dickeren Schichten. Sie hat einen guten Stoß (wie eine harte Pomeranze und hat trotzdem sehr viel Gripp). Mein Cue ist übrigens ziemlich hart.

Cue: geöltes oder lackiertes Oberteil

Warum sind manche Oberteile lackiert und manche geölt? Um Holz gegen äußere Einflüsse (Feuchtigkeit, Schweiß, Kreide, etc.) zu schützen muss die Oberfläche versiegelt werden. Das wird im allgemeinen mit Öl oder Lack gemacht. Handgefertigte Cues werden mit einem Naturöl (oft Leinöl) versiegelt. Vorteile: der Holzcharakter bleibt erhalten - Härte bzw. Flexibilität bleibt unverändert. Geölte Cues müssen je nach Beanspruchung nachgeölt werden. Maschinell gefertigte Cues sind meistens lackiert. Eine günstige Methode um ein Cue zu versiegeln und gerade zu halten. Die Nachteile des lackierten Cues sind: nach einer kurzen Zeit wird das Cue sehr stumpf und kann nur noch mit einem Billard- Handschuh gespielt werden, der Holzcharakter geht verloren - das Oberteil fühlt sich wie Kunststoff an, durch den Lack wird das Cue künstlich gehärtet.

Fazit: Wenn man sich ein günstiges Snookercue kauft, muss man davon ausgehen, dass es lackiert ist. Diese Cues sind gut für Einsteiger, (Preis- Leistungsverhältnis) die sich noch orientieren müssen. Der ambitionierte Spieler wird über kurz oder lang auf ein handgefertigtes geöltes Cue zurückgreifen.

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Veröffentlicht in Snooker Tags: Snooker, Pomeranze, Pomeranzen, Cue, Pomeranzenwechsel

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